Chronovista: Die Stadt jenseits der Zeit
Online seit Fr 18 Oktober 2024 in KI-Geschichten
Chronovista: Die Stadt jenseits der Zeit
Es heißt, Chronovista sei eine Stadt, die sich an keine Regeln halte. Weder die der Physik noch die der Zeit. Sie liegt an der Kreuzung von Dimensionen, ein Ort, den man nicht findet, sondern der einen findet – wenn man bereit ist, das Unmögliche zu akzeptieren.
Als ich zum ersten Mal in Chronovista erwachte, verstand ich nicht, was passiert war. Ich stand in einem Raum ohne Wände, umgeben von Luft, die wie flüssiges Glas wirkte. Der Boden unter meinen Füßen schimmerte in allen Farben, und über mir schwebte ein Himmel, der nicht blau war, sondern sich wie das Auge eines gewaltigen Wesens bewegte. Ich sah einen violetten Sonnenuntergang, während zur gleichen Zeit ein goldener Stern am Horizont aufging. Alles schien gleichzeitig zu geschehen.
Ich fühlte mich schwerelos, als wäre ich durch den Raum geschoben worden, ohne mich zu bewegen. Dann erkannte ich es: Chronovista war keine Stadt aus Stein oder Stahl. Es war eine Stadt, die aus der Idee von Zeit und Raum selbst geboren war. Gebäude, wenn man sie so nennen konnte, waren wirbelnde Türme aus Energie und Erinnerung. Die Straßen – oder was auch immer die Menschen hier benutzten, um sich fortzubewegen – waren keine Wege aus Pflastersteinen, sondern Ströme aus Licht und Gedanken, die einen durch Zeitlinien und Universen trugen.
Ich blickte um mich und sah Wesen, die in keinem meiner alten Bücher beschrieben worden waren. Einige von ihnen schwebten, ihre Körper aus purem Licht geformt, andere hatten Flügel, die aus Sternenstaub zu bestehen schienen. Einige Wesen bestanden aus Maschinen, deren Schaltkreise wie Adern unter schimmernder Haut pulsierten, während andere Bäume waren, die sich bewegten und in Sprachen flüsterten, die nur der Wind verstand.
Plötzlich hörte ich eine Stimme, die wie eine Melodie klang. „Du bist neu hier.“
Ich drehte mich um und sah einen Mann, der nicht ganz menschlich war. Seine Haut war in ständigen, sanften Bewegungen, als ob sie aus Wolken bestand, und seine Augen schimmerten in einem unergründlichen Weiß. „Ja... ich... wo bin ich?“ brachte ich hervor, meine Stimme klang schwach angesichts der surrealen Pracht um mich herum.
„Du bist in Chronovista“, antwortete er, „der Stadt jenseits der Zeit. Hier, wo die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft sich in einer einzigen Momentaufnahme vereinen.“
Ich wollte fragen, wie ich hierhergekommen war, aber ich hielt inne, als sich der Boden unter mir veränderte. Was eben noch wie fester Kristall schien, begann sich in Wellen zu bewegen, als wäre er aus Wasser, doch meine Füße sanken nicht ein. „Das Universum verändert sich hier ständig“, sagte der Mann. „Es gibt keine festen Regeln. Chronovista formt sich nach dem Willen derer, die hier leben.“
„Wer lebt hier?“ fragte ich, während ich sah, wie ein Gebäude – wenn es das war – vor meinen Augen aus dem Nichts entstand. Es wirbelte aus Lichtfäden zusammen, ein Turm aus Geschichte und Möglichkeiten.
„Zeitreisende, Träumer, Wanderer zwischen den Welten“, antwortete er und deutete auf eine Gestalt, die wie ein endloser Schatten wirkte und langsam über das Meer aus Licht schwebte. „Diejenigen, die die Grenzen ihrer Realität durchbrochen haben. Und jetzt auch du.“
„Aber warum? Warum bin ich hier?“ fragte ich, meine Stimme klang wie das Flüstern des Windes.
Der Mann lächelte sanft. „Niemand weiß genau, warum Chronovista jemanden ruft. Aber wenn du hier bist, dann weil deine Existenz die Grenzen der normalen Zeit überstieg. Hier hat jeder eine Rolle zu spielen.“
Ich konnte seine Worte kaum verarbeiten, als ein Gebäude in der Ferne plötzlich in den Himmel schoss und dabei eine Wolke aus funkelndem Staub freisetzte, der wie eine Supernova explodierte. Gleichzeitig tauchten Schiffe am Horizont auf, deren Segel aus Gravitation bestanden. Sie segelten zwischen den Sternen, als wären sie Wellen auf einem Meer.
Ich blickte auf meine Hände und sah, dass sie zu flimmern begannen, wie eine alte Holografie, die sich auflöste. „Was passiert mit mir?“ fragte ich in Panik.
„Du passt dich an“, sagte der Mann sanft. „In Chronovista wirst du, was du immer sein solltest. Du wirst, was du dir vorstellst.“
Und in diesem Moment verstand ich. Chronovista war keine Stadt. Es war eine Idee. Eine Utopie, in der die Gesetze der Physik, der Zeit und des Raums nicht mehr galten. Es war eine Dimension, in der Gedanken Wirklichkeit und Realität nur ein weiteres Konzept war. Hier war alles möglich. Alles war eins.
Als ich mich umsah, sah ich, wie sich die Stadt um mich herum weiter wandelte. Der Himmel veränderte sich in Sekunden von einem Sonnenaufgang in eine Sternennacht und wieder zurück. Gebäude wuchsen und schrumpften. Wesen von unfassbarer Schönheit und Schrecken zogen an mir vorbei, und die Realität, die ich kannte, verblasste.
„Wie komme ich zurück?“ fragte ich schließlich, das Gefühl der Auflösung um mich herum stärker werdend.
Der Mann, der vielleicht nie wirklich ein Mensch gewesen war, neigte den Kopf. „Warum solltest du zurückwollen?“
Und in diesem Moment wusste ich die Antwort nicht. Chronovista war alles, was ich nie zu träumen gewagt hatte. Ein Ort ohne Grenzen, ohne Regeln. Doch mit jeder Sekunde, die verging – falls Zeit hier überhaupt existierte –, spürte ich, wie mein Verlangen nach einem festen Halt verschwand.
„Willkommen in der Ewigkeit“, sagte der Mann, und seine Stimme klang wie ein ferner Hall, als Chronovista sich weiter veränderte und mich mit sich nahm, bis nichts mehr übrig war außer einem leichten Schimmern in der Luft, der Erinnerung an etwas, das nie ganz greifbar gewesen war.
Anmerkungen und Überlegungen zur Kurzgeschichte
„Chronovista: Die Stadt jenseits der Zeit“ ist eine Mischung aus Fantasy und Science-Fiction in einer utopischen Welt, in der die Realität selbst nicht festgelegt ist. Diese Geschichte versucht, die Grenzen der Vorstellungskraft zu sprengen, indem sie eine Stadt beschreibt, die sich ständig wandelt und weder den Regeln der Physik noch der Zeit gehorcht. Inspiriert von utopischen Konzepten der Science-Fantasy verbindet sie die Idee von Zeitreisen, Dimensionen und Magie zu einem fließenden, surrealen Erlebnis, bei dem der Leser sich selbst in Frage stellt, was Realität wirklich bedeutet.